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Der Witz als Tabubruch

Eine linguistische Untersuchung zum Witz im Sinnbezirk der Sexualität

Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783639193602
Sprache: Deutsch
Umfang: 152 S.
Format (T/L/B): 0.9 x 22 x 15 cm
Auflage: 1. Auflage 2009
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

"Mummy, Mummy, the dog is fucking!" "Then look away!" "But it hurts!" Schockierend oder witzig? Es gibt Witze, die gehen unter die Gürtellinie und unter die Haut. Sie sind grausam, provokant, ekelhaft und abstoßend. Sie brechen Tabus. Nichts, aber auch wirklich gar nichts ist heilig, tabuisiert oder eklig genug, dass niemand sich darüber lustig macht. Es ist das Andere, das Extreme, das der Witz sucht: Im Bereich der Sexualität thematisiert er das "Abartige" wie Inzest, Pädophilie oder Nekrophilie. Wie aber ist das möglich? Wie kann es sein, dass der Witz zur Sprache bringt, "was man nicht sagt"? Es erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich, dass der Witz Themen verlachen darf, über die wir nicht einmal sprechen. Was hinter dem "dreckigen Lachen" steckt, versucht dieses Buch aufzudecken: durch Einblicke in die Funktionsweise von Tabus und Euphemismen, die Erkenntnis, dass Humor und Lachen für den Menschen überlebensnotwendig sind, und schließlich durch die sprachwissenschaftliche Analyse tabubrechender Witze. Eine interessante Reise durch die Abgründe des menschlichen Humors.

Autorenportrait

Mareike Fallwickl arbeitet als freie Lektorin und Texterin für verschiedene Verlage und Werbeagenturen sowie für die Salzburger Nachrichten. Ihr reicher Fundus an dreckigen Witzen rettet so manche Party.

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